viel Lichtstärke für wenig Preis
Vor Kurzem habe ich ein neues Objektiv erstanden.
Ich habe lange überlegt, ob sich das mit einem geringen Studenten-Budget lohnt. Aber überall wurde ich mit dem Canon 50mm f/1.8 II konfrontiert.
Also habe ich es dann doch bestellt (sind nur die Medien schuld
).
ein paar technische Infos:
Filterdurchmesser [mm]: 52
Gewicht [g]: 130
Lichtstärke: 1 : 1.8
Objektivbrennweite von-bis [mm]: 50
Preis [Euro]: ~100
Man sieht also, das Objektiv ist ein Leichtgewicht zum kleinen Preis. Dies rührt leider daher, dass das Bajonett aus Plastik ist. Das stört mich aber nicht weiter, da ich finde, es ist trotzdem gut verarbeitet. Man hantiert mit einer hohen Schärfe und Lichtstärke, auch in eher dunkleren Bereichen. Das Kitobjektiv würde bei solchen Lichtverhältnissen schon versagen. Leider hat die Festbrennweite bei schwachem Licht ab und zu Probleme mit dem Autofokus, dann schalte ich einfach auf den manuellen Fokus um und weiter gehts. Die Lautstärke des AF-Motors ist recht hoch, aber ertragbar.
Bei einer Brennweite von 50mm muss man sich natürlich bewegen. Das Objektiv gibt ungefähr den Sichtbereich des Menschen wider, man muss natürlich noch den Crop-Faktor einbeziehen. Das Objektiv eignet sich besonders für Portrait- und Detail-Aufnahmen, denn aufgrund des geringen Schärfebereichs wird wirklich nur das scharf, was scharf werden soll. Das kann für einen ungeübten Fotografen schon mal schwierig sein. Bei einer 1.8 Blende setzt man nicht immer da den Fokus, wo man eigentlich möchte. Aber das ist sicherlich reine Übungssache.
Hier einmal 2 Testbilder:

Blende f/1.8, der Unschärfeverlauf beginnt schon sehr zeitig, nur die Ebene der Pfote ist scharf. Man erkennt auch, dass der Fokus eher auf der Decke links davon liegt.

Blende f/3.5, ein Großteil der Katze ist noch scharf.
Als Hobbyfotograf bzw. DSLR-Einsteiger ist diese Festbrennweite sicherlich eine sehr gute Investition. Wer höhere Ansprüche hat, sollte sich einmal nach dem teureren 50mm f/1.4 umschauen. Ich bin bisher auf jeden Fall zufrieden, auch wenn ich noch nicht alle Bereiche testen konnte.
















09. Juli 2009, 12:03 Uhr
Lichtstarke Objektive sind ein Traum… ich habe mir zu Weihnachten ein Tamron 28-75 2.8 geschenkt und hatte anfangs Probleme bei Blende 2.8 das scharf zu bekommen ,was ich scharf haben will
Eine Festbrennweite wäre schon mal nett – Ich bin neugierig wie es dir damit ergeht
09. Juli 2009, 12:41 Uhr
na da bin ich ja froh, dass es nur nicht mir so geht
“anfangs” heißt, du hast die Probleme jetzt nicht mehr? Dann muss ich auch fleißig mit meinem 50mm fotografieren, dass diese bald der Vergangenheit angehören.
Viele schreckt an der Festbrennweite ab, dass man nicht zoomen kann und sich somit bewegen muss. Aber ich habe jetzt erst wieder gelesen, dass das gar nicht so schlecht ist. Man beschäftigt sich so viel intensiver mit dem Motiv und verliert nicht das wichtige aus den Augen. Am besten sollte man so wenig Möglichkeiten wie möglich haben, damit man sich nicht zu sehr auf die Technik konzentriert (gerade als Einsteiger). Ich finde, da ist was wahres dran.
09. Juli 2009, 12:55 Uhr
Sind das die Katzen, die Nachbars Geflügel hetzen?
Die Smileys fehlen immer noch
*nerv*
09. Juli 2009, 12:58 Uhr
jaja, ich weiß. Diese oder nächste Woche dürfte das wordpress-Update kommen und dann funktioniert das hoffentlich wieder. Du wolltest doch bestimmt nen Teufel-Smiley nehmen, gibs zu!
Die obere ist die Nachbarskatze, aber ich glaube, es ist eher andersrum. Das Geflügel hetzt ihn
Die untere ist die neue Familienkatze, erst ein paar Monate alt.
09. Juli 2009, 17:56 Uhr
Das “Pfoten”-Bild gefällt mir besonders gut, sieht so aus als ob sie aus dem Bild herraus ragt
50mm ist schon recht “nahe” sag ich mal, man muss wirklich viel laufen wie du schon sagtest.
Aber die lichtstärke hast du ja schon abends unter beweis gestellt
09. Juli 2009, 23:07 Uhr
hmm hatte da auch schon eine Bildbearbeitungs-Idee, falls ich mal Lust und Zeit habe
10. Juli 2009, 11:17 Uhr
50 1.8 ist die perfekte Einstiegsdroge. Das 50 1.4 ist etwas besser verarbeitet, hat Metallbajonett und ein schöneres Bokeh. Fast noch schöner finde ich aber das 85 1.8, allerdings auch deutlich teurer. Ich selber nutze das 50 1.4 allerdings am Kleinbild, welches dort ja quasi eine Normalbrennweite ist. Gerade kleiner als Lichtstärke 2.8 finde ich sehr, sehr interessant, wenn ich auch zugeben muss, dass ich aus bequemlichkeit etliche Festbrennweiten verkauft habe und mir das 24-70 und das 70-200 in 2.8 gegönnt habe und die Flexibilität schon sehr geniesse. Trotzdem pack ich mir gerne das 50er vorne dran. Das fotografieren mit Festbrennweiten ist einfach eine ganz andere Sache, irgendwie bewusster.
Das von dir verlinkte Bild ist die Version EF 50 1.8 MK I mit Metallbajonett und Entfernungsskala. Das gibt es nur noch gebraucht und liegt in etwas bei 120,- EUR.
Abbildungstechnisch sind beide aber gleichauf. Die Haptik der Ier Version ist aber deutlich besser.
10. Juli 2009, 22:15 Uhr
du machst mir Mut
Man kann irgendwann sicher Objektiv-süchtig werden. Zum Glück bremst mich derzeit noch der Blick aufs Konto. Merkst du denn einen Unterschied vom 24-70 zum 50mm (also von der Abbildungsleistung z.B.)?
Jetzt wo du es sagst, da ist ein Entfernungsmesser drauf. Wollte nur schnell ein Bild davon reinstellen. Muss ich nochmal drüber schauen, danke für den Tipp!
13. Juli 2009, 13:37 Uhr
Das Ding hab ich auch, man erzielt erstaunliche Ergebnisse damit. Bei dem Autofokus muß ich dir recht geben hab da auch manchmal meine probleme mit.
Ich hab das Ding mit Gutschein und grad im Angebot glaube für 80 Euro geschossen und denke für den Preis kann man rundum zufrieden sein, und es macht wirklich SPaß damit Fotos zu machen.
14. Juli 2009, 11:47 Uhr
80 Euro sind schon ein Schnäppchen. Ich habe ein wenig mehr bezahlt, kurz danach ist es auf Amazon wieder billiger geworden
Naja, was solls.
Spaß macht es auf jeden Fall, man erzielt schon ein paar andere Ergebnisse als mit dem Kitobjektiv.